• Christina Lerner

Malasseziose beim Hund



Da ich aktuell mehrere Patienten mit einem Malassezien-Befall habe, möchte ich diese dermatologische Erkrankung in einem Blog-Beitrag näher besprechen.


Malassezia pachydermatis zählt zu den Pilzen, genauer gesagt gehören Malassezien zur Gattung der Hefepilze. Daher spricht man bei einem Malassezien-Befall auch von einer Dermatomykose, also eine Hautpilzerkrankung.

Malassezia pachydermatis ist Teil der physiologischen Hautflora und ist somit in erster Linie nicht sofort als pathogen einzustufen!

Sie lieben Fett, man spricht daher auch von „lipophil“ und so kommen sie v.a. in sehr talgigen Regionen wie Lefzenrand, Ohren, Zwischenzehenbereiche, Rektum und Analbeutel vor.

Warum lösen Malassezien eine Hautpilzerkrankung aus?

Malassezia pachydermatis zählt zu den opportunistischen Erregern, d.h. eine primäre Immunschwäche des Körpers ist Voraussetzung damit Malassezien zu pathogenen Erregern werden können.

Durch die Immunschwäche kommt es zu einer Imbalance der physiologischen Hautflora was wiederum ein exponentielles Wachstum der Malassezien zur Folge hat.

Zu den prädisponierenden Faktoren zählen u.a.:

  • Allergien

  • Atopien

  • Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Morbus Cushing oder Diabetes mellitus

  • Psychische Beschwerden wie Stress, Trauer, Umzug, neue Familie und Umgebung etc.

  • Mikroklima: feucht und warm, v.a. in Hautfalten

  • Immunsuppression

  • Cortison- / Antibiotika


Ein häufiges Krankheitsbild beim Hund, welches durch Malassezia pachydermatis ausgelöst wird, ist die Otitis externa, die Außenohrentzündung.

Was sind die Symptome einer Malasseziose?


  • massiver Juckreiz

  • Erytheme (Rötungen der Haut)

  • Dunkel verfärbtes Cerumen (Ohrenschmalz)

  • Malassezien-typischer Geruch nach Schweißfüßen

  • bei chronischem Verlauf: Alopezie (Haarausfall), Lichenifikation (Hautverdickung) und Hyperpigmentierung


Durch den Juckreiz kratzen und lecken sich die Hunde, was zu einer Verbreitung der Malassezien auf dem ganzen Körper führt. Zudem wird die Haut verletzt was anderen pathogenen Keimen Angriffsfläche bietet und zu Sekundärinfektionen, mit z.B. Staphylokokken, führen kann. Dies kann schließlich auch zu einer eitrigen Hautentzündung führen.


Wie kann eine Malasseziose behandelt werden?



Hierzu muss in jedem Fall ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden, um 1. Die Grunderkrankung zu identifizieren und zu bekämpfen und 2. die Malasseziose und entsprechende Symptome zu behandeln.


Ich arbeite hierfür mit verschiedenen Mitteln zur topischen, lokalen Anwendungen auf der Haut. Zudem muss die Grunderkrankung behandelt und das Immunsystem unterstützt werden.

Was muss beachtet werden?



Bei jeder Hautpilzerkrankung handelt es sich um eine Zoonose, d.h.heißt die Hefepilze können sowohl auf andere Tiere als auch den Menschen übertragen werden!



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Christina Lerner

Tierphysiotherapeutin und Tierheilpraktikerin

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