• Christina Lerner

Medizinische Haaranalyse – ein Erfahrungsbericht

Aktualisiert: 12. Dez 2019

Tja diesen Artikel habe ich geschrieben, bevor ich meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und Physiotherapeutin für Hunde, Katzen und Pferde, begonnen habe! Die Erfahrungen, die ich mit der Haaranalyse und nachfolgenden ganzheitlichen, alternativen Therapie gemacht habe, waren auch der Grund dafür, mich für diese Ausbildung zu entscheiden. Damals wie heute bin ich immer wieder aufs Neue einfach nur baff, was mit natürlichen Mitteln, aber v.a. einem ganzheitlichen Denkansatz und einer individuellen, nachhaltigen Therapie geschaffen werden kann!


In diesem Artikel berichte über die Haaranalyse bei Pferden und meine Erfahrungen damit. Aber zuallererst muss ich erzählen, was mich dazu geführt hat:

Ich bin mit meinen Mädls seit ca. 3 Jahren in München. In unserem Stall haben wir Herdenhaltung mit viel Platz, großen Weiden und Raufutter (Heu und Silage) – alles frisch von unserem Bauern … so will man meinen. Von Silage und auch Heulage war ich noch nie überzeugt und noch weniger begeistert. Ich bin der Meinung diese Futtermittel sind viel zu eiweißreich und sauer für leichtfuttrige Rassen wie eben meine Islandpferde sind und auf die korrekte Lagerung der Ballen muss geachtet werden. Weil wir die Weiden vom Bauern nutzen und sein Futter beziehen, haben wir nicht viel Mitspracherecht bei der Auswahl der Ballen – er bringt was er eben gerade aufgeladen hat – so gab es die letzten Jahre immer im Wechsel Heu, Silage und Heulage.

Ich habe schon früh Veränderungen bei meinen Mädls beobachtet –  stumpfes Fell, kahle Stellen, abgefressene Mähnen und zum Schluss mindestens 2x im Jahr Hautpilz (Dermatomykose). Der ständige Juckreiz hat v.a. bei Kæti zu massiver psychischer Belastung geführt. Sie wurde schreckhaft, unruhig und zunehmend unglücklich. Neben der Wesensveränderung waren ihre Bindehäute chronisch entzündet und es war für Kæti nur noch mit Fliegenhaube erträglich, die sie zum Schluss das ganze Jahr tragen musste. Njóla´s Immunsystem und Psyche waren erfreulicherweise nicht so sehr angegriffen wie bei Kæti. Trotzdem hatte auch Njóla unter permanenten Juckreiz und Hautpilz zu leiden.

chronische Bindehautentzündung und permanenter Juckreiz.

Aber woran konnte es liegen?

Gut, richtig sauber waren Paddock und Unterstand leider nie. Die Stallbetreiberin mistete wie es ihr eben gerade passte. Ich gab den „unsauberen“ Umständen Schuld an den Hauterkrankungen und dem Juckreiz meiner Mädls. Leider war ich auch noch die einzige, die ihre Pferde gegen die Beschwerden behandelte. Erst mit Essigwaschungen, dann mit Salben vom Tierarzt und nachdem wir uns dann zum 4. Mal Pilz eingefangen hatten und keine der Mittel mehr große Wirkung zeigten, habe ich Kæti und Njóla vom Tierarzt gegen Pilz impfen lassen.

Eine Pilzimpfung ist leider nicht ganz ohne und der Impfwirkstoff wirkt nur gegen eine minimale Anzahl von Pilzstämmen. Es sind 2 Impfungen im Abstand von 14 Tagen nötig und es kann zu starken Nebenwirkungen, wie Fieber, geschwollene Beine und Hals, Gleichgewichtsstörungen, etc. kommen. Ich wusste mir einfach nicht mehr anders zu helfen, und entschied mich für eine Impfung. Zum Glück gab es bei meinen Mädls keine der genannten Nebenwirkungen und nach kurzer Zeit war der Pilz weg.

Bei Hautpilz ist sind strikte Hygienemaßnahmen Pflicht! Putzzeug, Satteldecke, Abschwitzdecke, Halfter, eigen Reitklamotten und alles Weitere, mit dem die Pferde in Kontakt kommen, muss desinfiziert werden. Sonst bringen weder Impfung noch sonstige Behandlungen etwas, weil sich die Pferde immer wieder mit den Pilzstämmen anstecken. Hautpilze, sog. Dermatophyten, sind sehr widerstandsfähig und können auf verschiedensten Oberflächen wochenlang überleben. Ausgestattet mit Desinfektionsspray und Lauge unterzog ich meine Schränke, das Putzzeug, Sattel- und Zaumzeug, Sattelpads etc. einer gründlichen Reinigung. Halfter, Decken und Reitklamotten wurden zuhause bei 60 Grad und mit Hygienemittel – hier bitte nur Mittel verwenden, die auch für Allergiker und Babys geeignet sind – gewaschen.


Leider ging es dann im darauffolgende Frühjahr wieder los mit dem Hautpilz. Kæti und Njóla hatten kaum noch Fell im Gesicht und sie waren übersäht von nässenden und juckenden Wunden. Kæti hat es noch schlimmer erwischt, sie schubberte sich so extrem, dass sie regelmäßig entzündete, geschwollene Augen hatte und dadurch auch die Bindehaut entzündet war, was wieder Juckreiz hervorrief – ein Teufelskreis.

Schmerzen und psychische Belastung

Kæti habe ich die Fliegenhaube dann gar nicht mehr abgenommen, um Verletzungen an den Augen zu vermeiden. Wie anfangs schon erwähnt, war es für Kæti zusätzlich eine wahnsinnige psychische Belastung. Egal wo sie stand, egal wo ich sie putze – sie nutze jede Stange, jeden Balken und sogar mich um sich zu schubbern und sich Erleichterung zu verschaffen. Es war einfach nur schrecklich mitansehen zu müssen, wie sie sich regelrecht in einen Schubberwahn hineinsteigerte. Njóla ging es nicht ganz so schlecht, aber auch sie litt sehr unter dem Juckreiz. Ich weiß nicht mehr wie viele Salben, Cremes, Tinkturen, Waschungen und Zusatzfutter zur Stärkung des Immunsystems ich gekauft, gemischt und aufgetragen habe. Bei den Tierarztkosten habe ich irgendwann aufgehört zu zählen. Als nichts mehr half, Kæti Sommer wie Winter wegen der Bindehautentzündung mit der Fliegenmaske stehen musste, ging ich auf die Suche nach Leidensgenossen und nach der Lösung unseres Problems.

Auf Facebook wurde mir dann zur VET-Bioresonanz von Frau Dreyer geraten. Frau Dreyer ist eine Tierheilpraktikerin, die sich auf die Haaranalyse bei Tieren spezialisiert hat – also nicht nur für Pferde, sondern auch für Hunde und Katzen ist diese Heilmethode geeignet! Die Bioresonanzanalyse kenne ich von mir selbst. Als Kind hatte ich leider zahlreiche nahrungsbedingte Allergien, die ich dank der Bioresonanz in den Griff bekommen habe. Also musste es doch auch bei meinen Pferden funktionieren und weil es Kæti wirklich schlecht ging, wollte ich es erst mal bei ihr versuchen.


Wie läuft das Ganze ab?

Es werden vom zu behandelnden Pferd Schweif- und Mähnenhaare abgeschnitten und mit verschiedenen Futtermitteln, die das Pferd regelmäßig bekommt, an Frau Dreyer geschickt, die auf deren Basis eine umfassende Diagnose stellt und die passende Behandlungsmethode zusammenstellt. Bei Kæti hatte ich mich für ihr Kraftfutter, die Silage – die meiner Meinung nach immer schon schimmlig war und der Auslöser sein musste – Leckerlies und Bierhefe, die ich zur Immunsystemunterstützung fütterte, entschieden. Nach nur 3 Wochen hatte ich das Ergebnis vorliegen: Der Übeltäter war, wie ich befürchtet hatte, die Silage! Sie war hochgradig mit Schimmelpilzen belastet!

Die permanente Schimmelpilzbelastung schwächte Kæti´s Immunsystem und führte zu einer chronischen Entzündung der Bindehäute und Atemwege. Zudem waren die oberen Hautschichten befallen, was den Juckreiz auslöste und Nährboden für Hautpilze schaffte. Frau Dreyer stellte außerdem eine psychische und seelische Beeinträchtigung fest. Die Diagnose hat meine Befürchtungen bestätigt. Trotzdem konnte ich durchatmen – endlich konnte gezielt behandelt werden und ich musste Entscheidungen treffen.

Der erste Schritt in die richtige Richtung war unser Umzug in die Stallgemeinschaft von Petzi – immer noch auf dem gleichen Gelände, allerdings bekommen hier die Pferde nur Heu und das ist um Klassen besser als die Silage und Heulage vom Bauern. Noch bevor wir in die andere Herde wechselten, begann ich mit der Behandlung, die uns von Frau Dreyer empfohlen wurde. Diese beinhaltete tägliche Gaben einer Bachblütenmischung für Kæti´s Psyche, Mittel für Ihren Säure-Base-Haushalt, ein Granulat für die Atemwege und Heilpilze aus der Chinesischen Medizin, gegen die Schimmelpilzbelastung.

An diesem Punkt muss ich ein riesengroßes Dankeschön an meine Engel Petzi und Nici richten. Petzi, die mir schon vor dem Umzug geholfen hat, dass Kæti jeden Tag ihre Portion bekommt und die auch die  gute Seele unserer Stallgemeinschaft Isländerranch & Co. ist, und an Nici, die mir auch immer wieder aushilft und sich um meine Mädls kümmert.

Endlich kam der Tag, an dem ich meine Mädls in ihre neue, saubere Unterkunft mit schimmelfreiem Futter bringen durfte – und ab dem Tag wurde alles besser. Meine Mädls und ich fühlten uns sofort wohl und Kæti´s Beschwerden wurden von Tag zu Tag leichter. Es dauerte keine 2 Wochen und die Fliegenhaube konnte weg. Das Fell fing wieder an zu wachsen, sie schubberte sich deutlich weniger und das Schönste überhaupt – und da kommen mir fast die Tränen, wenn ich das so aufschreibe – meine Kæti wurde wieder ganz die Alte. Frech, fröhlich, verschmust und voller Energie.

Nachdem sich so eine extreme Verbesserung in so kurzer Zeit einstellte, musste ich nicht lange überlegen. Jetzt war auch Njóla dran, deren Hautbild sich trotz der Umstellung nicht verbessert hatte. Auch von Njóla schickte ich Schweif- und Mähnenhaare sowie Kraftfutter, Leckerlies, Bierhefe und dieses Mal das Heu, zur Untersuchung ein. Keine 3 Wochen später hatte ich das Ergebnis von Njóla. Wie nicht anders zu erwarten, war auch ihr Organismus von Schimmelpilzen belastet und ihr Immunsystem im Keller, was eine optimale Angriffsfläche für die Hautpilze schaffte. Frau Dreyer schickte mir auch für Njóla wieder eine ganze Liste an Medikamenten und homöopathischen Mitteln, um die Schimmelpilze zu bekämpfen und den Hautstoffwechsel sowie das Immunsystem wieder anzukurbeln. Njóla bekommt seit einigen Wochen Schüssler Salze, Granulat für die Atemwege und die Heilpilze für die Haut, die ich Kæti auch schon füttere. Auch bei meinem „kleinen“ Mädl konnte ich recht bald eine Verbesserung feststellen. Da sich bei Njóla die Haut an den betroffenen Stellen extrem geschuppt hatte und sie sehr berührungsempfindlich war, habe ich die Haut zusätzlich täglich mit Ballistol Öl eingerieben, um die Regeneration und den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu unterstützen, was damit wunderbar geklappt hat.

Ich bin so begeistert von der Haaranalyse und Frau Dreyer unendlich dankbar. Kein Tierarzt konnte mir den Grund der immer wiederkehrenden Hautpilzerkrankungen erklären und ich musste Unmengen für die Behandlungen ausgegeben – trotzdem hat nichts geholfen. Wie einfach war es da für mich die Haar- und Futterproben einzuschicken. Natürlich ist es ein etwas größerer organisatorischer Aufwand mit der täglichen Ration für beide Mädls – das ist es aber Wert! Meine zwei Engel Petzi und Nici lassen übrigens auch gerade ihre „Dauerhuster“ behandeln.

Ich liebe es einfach, wenn die Beiden brummelnd am Tor stehen und auf mich warten, noch bevor ich ganz aus dem Auto gestiegen bin. Oder warten sie wohl eher auf ihre Ration Kraftfutter mit „Topping“? 😉

Dank der Behandlung sind meine Mädls wieder gesund, haben keine Schmerzen mehr und fühlen sich pudelwohl in ihrer neuen Herde.



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